HORIZONTE SUCHEN. Jahresthema “Das Dritte Bild”

Jahresthema “Das Dritte Bild”

Dieses Bildbeispiel stammt aus der Siegerschau “Cathedral Forest” von André Teyck. Er belegte damit den ersten Platz der letztjährigen “Challenge 3-2-1”. Das “Dritte Bild” trägt immer noch ganz entscheidend zum Gelingen einer AV-Schau bei. Jeder Übergang zwischen zwei Bildern ist verantwortlich für die unterschiedlichsten Wirkungsweisen eines Werkes.
– Da ist zum einen die zeitliche Länge des Übergangs; kurze Bilderstandzeiten und kurze Übergänge erzeugen im Zuschauer das Gefühl von Rasanz oder Hektik. Je länger beide Einflussgrößen zeitlich werden, um so stärker empfindet der Zuschauer eine Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit. Wer darüber hinaus noch Bilder und Bildwechsel gekonnt auf den Rhythmus der unterlegten Musik abstimmt, für den ist die Empfindungslage seines späteren Publikums wie Wachs in seinen Händen.
– Erfahrenere Autoren sind zu dem in der Lage, bei den langsamen Überblendungen das graphische Erscheinungsbild des virtuellen dritten Bildes so zu gestalten, dass es vom Zuschauer als meisterhaft und schön empfunden wird. Das ist dann schon die halbe Miete für eine gelungene Schau.
– Ein Könner ist darüber hinaus noch in der Lage die verbundenen Bilder so aufeinander abzustimmen, dass der Übergang dem zugrunde liegenden Thema der Schau noch eine oftmals symbolische Dimension hinzufügt. Dazu braucht es schon einiges an Erfahrung und einer langjährigen Beschäftigung mit unserem AV-Medium. Und jetzt bitte mal auf das obige Bild klicken!

Ich bin außerordentlich gespannt auf die Lösungen zu unserem Jahresthema. Ist es den Autoren mit ihren Schauen gelungen, dieser Herausforderung mit adäquaten audiovisuellen Lösungen gerecht zu werden. Wir werden es auf dem Festival sehen. Lasst Euch überraschen. (GAN)